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Die
Evang.-Luth. Moritzkirche zu Zwickau |
Zur Geschichte der Zwickauer
Moritzkirche
Südlich der heutigen Moritzkirche, in der Nähe von Osterweih-
und Hölderlinstraße, lag im 12. Jahrhundert das Dorf Osterwyn
(Osterweih) - die älteste nachgewiesene slawische Siedlung des einstigen
Gaus Zwiccowe, der zur damaligen Zeit bis nach Thüringen reichte,
wo Graf Wiprecht von Groitzsch regierte. Gräfin Bertha von Groitzsch - von Zeitgenossen vor allem wegen ihres christlichen Glaubens gerühmt
- stiftete auf dem Boden des Dorfes Osterweih eine Marienkirche, die vom
Naumburger Bischof Dietrich I. am 1. Mai 1118 geweiht wurde. In der Stiftungsurkunde
dieser ältesten Kirche im Zwickauer Raum taucht erstmals der Name
Zwiccowe auf - die früheste urkundliche Erwähnung Zwickaus.
Im Jahre 1212 wird die Kirche dann erstmals als Moritzkirche urkundlich
erwähnt. Namensgeber der Kirche ist der spätere Schutzpatron
der Stadt Zwickau, der Heilige Mauritius, Anführer der im
dritten Jahrhundert in Oberägypten stationieren thebäischen
Legion. |
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Der Legende nach ließ sich Mauritius unter Kaiser Diocletian (243-316)
im Winter 285 taufen - und mit ihm seine ganze Legion. Im darauf folgenden
Jahr weigerte sich Mauritius, vor einer Schlacht in Gallien den römischen
Göttern und dem Kaiser Opfer darzubringen. Wegen dieser Befehlsverweigerung
wurden er und seine gesamte Legion von Mitkaiser Maximian am 22. September
286 in Agaunum (dem späteren Saint-Maurice) enthauptet. Schon bald erhoben
Soldaten den christlichen Märtyrer zu ihrem Schutzpatron, später
auch die Handelsleute, Tuchmacher, Färber, Glaser und Vertreter anderer
Berufe.
Unter Kaiser Otto I. (912-973) wurden schließlich die Gebeine des Heiligen Mauritius und seiner Gefährten von Regensburg nach
Magdeburg überführt. Auf dem Wege dorthin wurden die Reliquien
während einer Rast einige Tage in Zwickau zwischengelagert. Diesem
Umstand verdankt die Moritzkirche ihren Namen. Über dem Hauptportalbefindet
sich ein Fensterbild des Heiligen Mauritius - hier dargestellt mit Streitkeule,
Schwanenschild und Kreuzesfahne. |
Dank
einer großzügigen Spende der Zwickauer Mauritius-Brauerei
konnte das Fenster im Jahre 2003 originalgetreu restauriert werden.
Zu einer Belagerung Zwickaus durch fünf Heere der Hussiten kam es
vom 14.-19. Januar 1430. Da es ihnen nicht gelang, die Stadt einzunehmen,
plünderten und verwüsteten sie die Vororte, darunter die Dörfer
Pölbitz und Osterweih (seit 1334 nach Zwickau eingemeindet). Auch
die Moritzkirche wurde niedergebrannt. |
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Die
bald wiederaufgebaute Kirche wurde dann im Dreißigjährigen
Krieg 1632 erneut zerstört, als Zwickau unter den kaiserlichen Truppen
(unter Holk und Wallenstein) sowie unter der Hauptmacht der Schweden (unter
Bernhard von Sachsen) schwer zu leiden hatte. Diesmal dauerte es rund
43 Jahre, bis mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen werden konnte.
Während dieser Zeit fanden die Mitglieder der Moritzgemeinde Zuflucht
in der Katharinenkirche. Im Jahre 1680 schließlich wurde die Moritzkirche
wieder geweiht: eine schlichte, lediglich mit einem Dachreiter versehene,
kleine Saalkirche, die 1871 vollständig renoviert und mit einer neuen
Orgel ausgestattet wurde. Nach dem Silberbergbau im Erzgebirge Ende des
15. Jahrhunderts erlebte Zwickau im 19. Jahrhundert eine zweitegroße
Blütezeit durch den Steinkohlebergbau. Die damit einhergehende Industrialisierung
verhalf der Stadt zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung, der ein
rasches Wachstum der Bevölkerung mit sich brachte. So stieg die Zahl
der Einwohner im Zeitraum zwischen 1830 und 1890 von rund 8000 auf über
44000 an. Auch die Zahl der Mitglieder der Moritzgemeinde erhöhte
sich drastisch: innerhalb von nur zehn Jahren (1880 bis 1890) war die
Gemeindegliederzahl von etwa 5000 auf rund 9000 angewachsen und hatte
sich damit fast verdoppelt.
Die alte Moritzkirche war für die Gemeinde längst zu klein geworden,
und so faßte man den Entschluß, eine neue, größere
Kirche zu bauen. Aber nicht nur größer, sondern auch schöner,
prächtiger und erhabener sollte sie werden - eine Zierde für
das Stadtviertel sollte sie sein und vom Stolz der Zwickauer Nordvorstadt
künden.
Ein deutschlandweiter Architektenwettbewerb wurde ausgeschrieben, an dem
sich 53 Bewerber beteiligten. Den 1. Preis erhielt der Entwurf des Architekten Jürgen Kröger von der Firma Abesser & Kröger aus Berlin. Nach deren Plänen errichtete der Zwickauer Baumeister Wilhelm Junghanns (1845-1925) auf einem von der Gemeinde
eigens dafür erworbenen Grundstück - nicht weit von der Vorgängerkirche
entfernt - die neue Moritzkirche. Die Kosten für den Bau beliefen
sich auf rund 400000 Mark. Am 20. März 1892 fand die Grundsteinlegung
unter der heutigen Kanzel statt, und bereits am 11. Oktober des gleichen
Jahres konnte das 15 Zentner schwere Kreuz auf die Turmspitze gehoben
werden. Nach der Glockenweihe am 3. Oktober 1893 wurde die heutige Moritzkirche
am 3. Dezember desselben Jahres, dem 1. Advent, mit einem Festgottesdienst
feierlich eingeweiht. Die alte Moritzkirche wurde im darauf folgenden
Jahr - zum ersten Male in ihrer Geschichte friedlich - abgetragen. 1896
erhielt die neue Moritzkirche durch die Dresdner Firma Jehmlich eine Orgel mit zwei Manualen und 37 klingenden Stimmen.
Das
Äußere des Kirchenbaus
Die Moritzkirche
ist ein im typischen Stil des Historismus errichteter dreischiffiger Zentralbau,
bei dem sowohl neogotische als auch neoromanische Elemente zu einer architektonischen
Einheit verschmolzen sind. Der ganze Bau ist mit reliefartiger Backsteinornamentik
überzogen, bei der rote unglasierte mit grün- und braunglasierten
Ziegeln wechseln. Insgesamt weist die Kirche 116 unterschiedliche Ziegelprofile
auf. Die westliche Giebelwand wird von zwei achteckigen Türmen mit
Kegeldächern flankiert. Über dem Hauptportal sowie in den Seitenschiffen
befinden sich große Fensterrosen. An den im Osten gelegenen Chorraum
schließt sich ein Kranz aus fünf kleineren Kapellen an. Über
der zentralen Hauptkuppel erhebt sich der mächtige Vierungsturm mit
Pyramidendach und quadratischen Ecktürmen. Im Nordosten und Südosten
befinden sich zwei symmetrisch zur Kirche angeordnete neogotische Pfarrhäuser,
die zur selben Zeit wie die Kirche errichtet wurden und mit ihr ein einheitliches
bauliches Ensemble bilden. Eines der beiden Häuser wird heute als
Gemeindehaus genutzt.
Das Innere des Kirchenbaus
Das Innere der Kirche ist überwiegend im neogotischen Stil gehalten.
Beim Eintritt in das Kirchenschiff umgibt den Betrachter der große,
lichte Zentralraum, in dem keine tragenden Säulen die Sicht auf den
Chorraum verstellen. Somit besteht von nahezu jedem der 1100 Plätze
ein ungehinderter Blick auf Altar und Kanzel - ein Umstand, der neben
der hervorragenden Akustik die Kirche auch für Konzerte regelrecht
prädestiniert.
Altar, Kanzel und Lesepult, der Untersatz des Taufbeckens sowie die Kirchenbänke
sind einheitlich aus Eichenholz gefertigt. Die nach oben auslaufenden
Enden des Altaraufbaus sowie des Schalldeckels der Kanzel bilden jeweils
die Dachform des Vierungsturmes nach. |
Die Rundbogenform der schmiedeeisernen Leuchter findet
sich in den Fenstern und im Mauerwerk wieder. Wie das Äußere
der Kirche sind auch die Innenwände mit roten Backsteinklinkern verblendet,
die von glatten, bunt bemalten Flächen durchbrochen werden. Die Deckengewölbe sind mit farbenprächtiger
Ornamentmalerei versehen, der Boden im Chorraum ist mit Mosaikmustern
verziert. Im Inneren der Kirche wird deutlich, daß der gesamte Bau
auf dem Grundriß eines griechischen Kreuzes errichtet wurde: so
schließen sich an die Mittelkuppel des Langhauses nördlich
und südlich zwei Seitenschiffe mit Emporen an, die das Querhaus bilden. |
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Sowohl die Seitenschiffemporen als auch die Orgelempore
auf der Westseite ruhen auf gedrungenen Säulen mit korinthischen
Kapitellen. Die Gesamtlänge der Kirche beträgt 51 Meter, die
Breite 27 Meter, und der Turm mißt einschließlich des goldenen
Kreuzes 71 Meter. Das Kirchenschiff im Inneren ist 36 Meter lang, auf
Höhe der Seitenemporen 26 Meter breit und in der Vierungskuppel 20
Meter hoch. |
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Fenster
An den Fensterbildern
wird ersichtlich, daß die Moritzkirche eine Kirche des Wortes und des Sakramentes und damit ein evangelisch-lutherischer Kirchenbau
im besten Sinne ist: Die Glasmalereien der Chorraumfenster zeigen den
auferstandenen Christus sowie die ihn verkündigenden Evangelisten,
während auf den beiden großen Rosettenfenstern der Seitenschiffe
die Taufe Jesu im Jordan und das Abendmahl mit den Emmausjüngern
zu sehen sind. Sämtliche Fenster der Kirchestammen aus der Werkstatt
des Dresdner Glaskunstmalers Bruno Urban (1851-1910) und sind original
erhalten. Im einzelnen stellen die Fenster folgende Motive dar: In der
Mitte der fünf Chorraumfenster ist der Auferstandene mit dem Segensgestus
zu sehen. Die übrigen Fenster zeigen von links nach rechts die vier
Evangelisten mit ihren auf Hesekiel 1 zurückgehenden jeweiligen Symbolen
- Matthäus mit dem Engel (der die Menschwerdung Christi verkündete),
Markus mit dem geflügelten Löwen (als Ausdruck für die
Kraft seiner Auferstehungsverkündigung), Lukas mit dem geflügelten
Stier (als Zeichen für die sein Evangelium erfüllende Opfergesinnung)
und Johannes mit dem Adler (der den Himmelsflug der Gedanken des Evangelisten
verkörpert). Während die ersten drei Evangelisten jeweils mit
Schreibfeder und Buch dargestellt sind, hält Johannes als ein weiteres
ihn kennzeichnendes Attribut einen Giftbecher in der Hand, dessen Inhalt
ihm aber nichts anhaben konnte. |
Der Legende zufolge weigerte sich der Evangelist, im
Artemistempel in Ephesos den Opferkult zu vollziehen. Aristodemus, Oberpriester
des Artemiskultes, zwang ihn deshalb, von dem Gift zu trinken, an dem
zwei Verbrecher vor den Augen des Evangelisten gestorben waren. Johannes
schlägt jedoch das Kreuz über dem Becher, worauf das Gift in
Form einer Schlange entweicht und er gefahrlos trinken kann. Nachdem er
seinen Mantel über die zwei toten Verbrecher geworfen hatte und diese
wieder zum Leben erwacht waren, bekehrte sich Aristodemus.Die
nördliche Fensterrose zeigt, wie der betende Jesus im Jordan von
Johannes dem Täufer aus einer Muschel die Taufe empfängt. Der
Stab des Täufers in Form eines Kreuzes deutet hierbei bereits auf
den künftigen Opfertod Jesu hin. |
Neben den rechts befindlichen irdischen Zuschauern ist
auf der linken Seite ein Engel zugegen, der Jesu Gewand hält. Von
oben schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube herab (Matthäus
3,13-17). In der Fensterrose der südlichen Seitenempore ist der
auferstandene Christus mit den beiden Jüngern zu sehen, die sich
auf dem Wege nach Emmaus befinden. Nachdem
er ihnen die Schrift ausgelegt hatte, teilte er ihnen das Abendmahl aus.
Hier bei erkennen
die beiden schließlich, wen sie vor sich haben (Lukas 24,13-35).
Das Rosettenfenster über der Orgelempore zeigt einen Engel, der auf
das Wort aus Epheser 5,19 hinweist: "Redet untereinander in Psalmen
und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn
in euren Herzen". |
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Vier
Engel auf den im westlichen Langhaus sich
befindenden Seitenfenstern kommen
dieser Einladung mit Worten hymnischen Lobgesangs nach. Von der
Nordseite angefangen bis hin zur Südseite ist auf ihren Spruchbändern
zu lesen: "Danket dem Herrn" (Psalm 118,1), "Singet dem
Herrn ein neues Lied" (Psalm 98,1), "Heilig, heilig, heilig"
(Jesaja 6,3) und "Ehre sei Gott in der Höhe" (Lukas 2,14).
Über
dem Hauptportal befindet sich ein Fensterbildnis des Namensgebers der
Kirche:der
Heilige Mauritius - hier dargestellt mit Streitkeule, Schwanenschild und
Kreuzesfahne.
Die Jahreszahlen auf dem Fenster weisen auf den Vorgängerbau der
Kirche hin, der 1680 wiederaufgebaut worden war und schließlich
im Jahre 1893 durch die heutige Moritzkirche abgelöst wurde. |
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Altar,
Lesepult, Kanzel und Taufbecken
Auf
dem von der Zwickauer Holzbildhauerfirma Gebrüder Kästner geschaffenen Hochaltar sind neben Christus als Vollfigur in Gestalt des
guten Hirten (Johannes 10) zu beiden Seiten die Apostel Petrus (links) und
Paulus als Halbfiguren dargestellt.
Dazwischen befinden sich reliefartige Holzschnitzereien mit den Elementen
Brot und Wein, die den Leib und das Blut Christi im Abendmahl symbolisieren.
Auf der Spitze wird der Altar von einem großen Kruzifix gekrönt.
So kann der Betrachter, der aus dem Kirchenschiff auf den Chorraum blickt,
Christus in dreifacher Weise wahrnehmen: in der Mitte des Altars als Jesus
von Nazareth, der zu den Menschen als der gute Hirte gesandt wurde; darüber
als den Gekreuzigten, der sein Leben für die Menschen gab und sie
von der Macht der Sünde errettete; dieses zentrale Erlösungsmotiv
des gekreuzigten Gottessohnes wird schließlich vom Licht des auferstandenen
Christus umfangen, der über dem Kruzifix auf dem mittleren Chorraumfenster
zu sehen ist. Sämtliche Altar- und Kanzelfiguren schuf der Berliner
Holzschnitzer Werner Schwarzburg. |
Das
Lesepult trägt die Aufschrift: "Selig sind, die Gottes Wort
hören und bewahren" (Lukas 11,28); das holzgeschnitzte Rosenrankwerk symbolisiert das blühende Leben, das aus dem Gotteswort entspringt. Die
reich mit ornamentalen und figürlichen Schnitzereien verzierte Kanzel
stammt aus der Werkstatt des Zwickauer Holzbildhauers Gustav Schneider. Auf ihr sind neben Christus mit dem Segensgestus zwei zentrale
Figuren des Alten Testaments zu sehen, die in der neutestamentlichen Verklärungszene
(Matthäus 17,1-9) genannt sind: links von Christus Elia mit
einem Brot und einem Raben (1. Könige 17,2-6), rechts Mose mit den Gesetzestafeln (2. Mose 34,27-29). Elia als Repräsentant
der Prophetie und Mose als Vertreter des göttlichen Gesetzes zeigen
an, daß das ganze Gesetz und die Propheten erfüllt sind in
Jesus Christus.
Das mit reicher Ziselierung versehene Taufbecken ist aus Messing getrieben
und trägt als Inschrift Worte aus der Kindersegnung: "Lasset
die Kindlein zu mir kommen" (Markus 10,14). |
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Statuen,
Gedenktafel, Orgel und Glocken
Die
sieben in den Nischen des Langhauses stehenden lebensgroßen Statuen
stellen - im Chorraum angefangen - den Reformator Martin Luther (1483-1546) mit der Bibel in den Händen dar sowie sechs Apostel mit
ihren jeweiligen ikonographischen Attributen: Petrus mit dem Schlüssel,
auf der gegenüberliegenden Seite Paulus mit dem Schwert; auf
der westlichen Seite der Vierung befinden sich Philippus mit dem
Taukreuz und gegenüber Thomas mit dem Krummstab;abgeschlossen wird die Reihe durch Jakobus den Älteren mit dem Pilgerstab und Jakobus den Jüngeren mit der Walkerstange.
An der nordwestlichen Seitenwand ist eine Gedenktafel angebracht, die
an die über 500 Gemeindeglieder erinnert, welche als Soldaten im
Ersten Weltkrieg gefallen sind. Auf der Westempore über dem Hauptportal
befindet sich eine dreimanualige mechanische Jehmlich-Orgel, welche über
40 Register und 3029 Pfeifen verfügt. Ihr heutiges Erscheinungsbild
stammt aus dem Jahre 1962, in dem sie die
alte Orgel von 1896 ablöste. Diese hatte zwei Manuale und 37 Register.
Beim Bau der neuen Orgel wurden Teile des alten Instruments wiederverwendet.
Das Geläut im Turm der Kirche wurde 1922 erneuert, nachdem zwei der
drei von der Dresdner Firma Bierling gegossenen Glocken im Ersten
Weltkrieg einige schmolzen worden waren. Das neue Geläut wurde vom Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation gefertigt.
Es besteht aus drei Glocken, die zusammen einen verminderten Dreiklang
in den Tönen h-d-f erklingen lassen. Die große Glocke ist versehen
mit der Inschrift Christus, der Name der mittleren lautet Paulus, und die kleine Glocke trägt die Inschrift Luther. |
Fotos: Foto-Atelier Gärtner/Jens Neubert, Zwickau, Nr. 1, 4 bis 7; alle anderen
Fotos: EK SERVICE, Fachverlag für Kirchenfotografie & Luftbildaufnahmen Hammerweg 6
66133 Saarbrücken, Tel: 06 81 / 83 17 451 |
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